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Im Endspurt geht Blau-Gelb IV. die Luft aus
 06.07.09Gabor Thies 

Nach einer fulminanten Rückrunde nahm die vierte Mannschaft des SV Blau-Gelb Frankfurt am 22. April 2009 Anlauf zur letzten Hürde um den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Der Gegner hieß Sachsenhausen III. und kam mit der Empfehlung von sechs Siegen in Serie. Beide Mannschaften präsentierten sich in Bestbesetzung, wobei auf Seiten der Gäste erstmals der Kreisliga erprobte Heinz-Kurt Vollbach zum Einsatz kam.


Diese sieben wollten es für Blau-Gelb richten (von li. n. re.): Vollbach, Maschkiwitz, Serrano Espana, Massong, Kapitän Meurer, Kneip, Schuller
Der Ausgang der Anfangsdoppel ließ bei den 15 mitgereisten Blau-Gelb-Anhängern in der Turnhalle der Walter-Kolb-Straße jedoch nichts Gutes verheißen. Meurer/Kneip und Maschkiwitz/Vollbach verloren jeweils chancenlos. Besser machte es dagegen die Kombination Serrano Espana/Massong, die bei ihrem 3:0 Kantersieg nichts anbrennen ließ und in gewohnt souveräner Manier den ersten Punkt für die Gäste einfahren konnte. Dabei sollte es zunächst allerdings bleiben. Meurer, Maschkiwitz und Massong konnten in ihren Einzeln nicht annähernd an die guten Leistungen der vergangenen Monate anknüpfen und gaben ihre Spiele ohne erkennbaren Widerstand ab. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch gingen anschließend Serrano Espana und Rückkehrer Vollbach an die Tische. Beide gaben im Verlauf ihrer Matches deutlich zum Ausdruck, dass der Erfolg am heutigen Abend nur über Kampf und Leidenschaft möglich ist. Mit den Zuschauern im Rücken verkürzten sie zum vorzeitigen 3:5. Wer nun dachte, dass dies zu einer sportlichen Initialzündung führen und auf die Mannen aus Bockenheim übergreifen würde, der musste sich eines Besseren belehren lassen. An Position sechs verlor der entnervte Schuller ebenso deutlich wie seine Mitstreiter zu Beginn. Als auch noch der Benjamin des Teams, Maschkiwitz, gegen den stark aufspielenden Belz kein Land sah, schien die Niederlage für Blau-Gelb unabwendbar. In dieser Situation war es Kapitän Meurer, der an diesem Abend das Spiel seines Lebens machte. Mit herrlichen Topspinkombinationen gelang es dem 29-jährigen immer wieder, seinen Gegner vom Tisch zu drängen und mit knallharten Endschlägen zu punkten. Ergebnis der Mühe war eine komfortable 2:0 Satzführung. Nach vergebenem Matchball im dritten und dem Verlust des vierten Durchgangs schien das Spiel jedoch auf Messers Schneide. Der fünfte Satz drohte zur Zitterpartie zu werden. Konnte zunächst keiner der beiden Kontrahenten sich entscheidend absetzen, war es Meurer, der nach dem Seitenwechsel die Initiative ergriff und das Spiel noch zu seinen Gunsten drehte. Hoffnung keimte unter den Zuschauer auf, die jedoch nur kurz währte. Durch die Niederlage Serrano Espanas gegen den an diesem Abend überragenden Deutsch war das Spiel dann entschieden. Sachsenhausen führte uneinholbar mit 8:4 und war auf Grund des besseren Satzverhältnisses der Sieger im Kampf um den letzten Aufstiegsplatz. Der Erfolg Massongs und die Niederlage Schullers hatten da nur noch statistischen Wert.

(Bericht und Bild: Gabor Thies, Pressechef SV Blau-Gelb Frankfurt, Abteilung Tischtennis)



Stimmen zum Spiel:

Steffen Docter (2. Vorsitzender): „Schade. Mit dem Spiel heute ist eine super Aufholjagd unserer Vierten während der Rückrunde zu Ende gegangen. Wenn man sich aber die einzelnen Ergebnisse anschaut, muss man klar sagen, dass der Sieg Sachsenhausens mehr als verdient ist. Glückwunsch von meiner Seite.“

Jochen Meurer (Kapitän 4. Mannschaft): „Das war eindeutig zu wenig. Wir haben uns heute leider zu keinem Zeitpunkt in der Form präsentieren können, die uns während der Runde ausgezeichnet hat. Naja, wir werden jetzt aber bestimmt nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern es im nächsten Jahr wieder versuchen.“




TSV Sachsenhausen 1875 III - SV Blau-Gelb Frankfurt IV. 9:5 (33:21)
D1-D2Belz/BrinbachMeurer/Kneip3:1 (6,5,-7,5)
D2-D1Deutsch/KlingenbergMaschkiwitz/Vollbach3:0 (10,8,9)
D3-D3Reimers/ShtefanSerrano Espana/Massong0:3 (-6,-6,-10)
1-2BelzMeurer3:0 (4,12,11)
2-1BirnbachMaschkiwitz3:0 (7,7,2)
3-4DeutschMassong3:1 (5,-11,7,4)
4-3ReimersSerrano Espana 1:3 (-5,-4,5,-7)
5-6KlingenbergVollbach2:3 (-9,3,5,-7,-9)
6-5ShtefanSchuller3:0 (10,6,6)
1-1BelzMaschkiwitz3:1 (-8,5,10,5)
2-2BirnbachMeurer2:3 (-8,-7,11,9,-6)
3-3DeutschSerrano Espana 3:1 (-5,10,6,7)
4-4ReimersMassong1:3 (4,-7,-10,-12)
5-5KlingenbergSchuller3:2 (-8,10,6,-8,9)
 

Fremdgänger
 03.07.09Alexander Gruza 

Am vorletzten Samstag beschlossen einige Mitglieder der Tischtennisabteilung, an einem Fußballturnier teilzunehmen. Dem Verfasser dieses Berichts ist nicht klar, wessen Teilnahme ursprünglich angedacht war. Zunächst hieß es, das Turnier solle von unterschiedlichen fußballfremden Abteilungen des Vereins ausgetragen werden. So konnte man sich Duelle ausmalen, die eines gewissen Reizes nicht entbehrten: Kugelstoßer gegen Yogapraktikanten oder Hiphoptänzer gegen Gewichtheber zum Beispiel. Später wurde hinzugefügt, es könnten noch ein oder zwei Altherrenmannschaften aus der Fußballabteilung dazustoßen. Auch dagegen war nichts einzuwenden, bedenkt man, was „Alte Herren“ im Tischtennis sind: Von langjähriger Domestizierung gezeichnete Männer, die im Pingpong die letzte Möglichkeit sehen, häuslicher Beglückung zu entrinnen.

Nichts um uns das Fürchten zu lehren also und so bedurfte es zunächst keiner allzu großen Verwegenheit, als Tischtennisspieler ein wenig mitzukicken. Als wir jedoch auf dem Sportplatz gemächlich eintrudelten und uns umschauten, da wurde uns ein wenig mulmig zumute. Es fiel auf, daß wir als einzige fußballfremde Teilnehmer vom Lautsprecher willkommen geheißen wurden. Dies hatte, wie sich alsbald herausstellte, einen triftigen Grund: Wir waren in der Tat die einzigen Teilnehmer, die nicht der Fußabteilung entstammten, Exoten gewissermaßen.
Dafür zum Ausgleich stellten wir aber auch die einzigen älteren Herren auf dem Spielfeld. „Altherrenfußball“ ist nämlich, wie wir zu unserem Nachteil erfahren mußten, ein überaus mißverständlicher Begriff für jene, die in die Sitten und Gebräuche dieser Sportart nicht eingeweiht sind. Im Fußball scheint das Greisenalter bereits mit 30 Jahren zu beginnen, zu einem Zeitpunkt also, an dem der Rest der Menschheit sich dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten nähert. Auch äußerlich waren eklatante Unterschiede nicht zu übersehen. Sämtliche anderen Mannschaften kamen in fußballtypischen Trikots, durchgestylt und durchnumeriert, natürlich in Stutzen und Fußballschuhen mit Stollen. Wir hingegen trugen je nach Gusto helle oder dunkle Hemden, Hosen höchst unterschiedlicher, bisweilen undefinierbarer Farbgebung und ganz normale, rutschige Sportschuhe. Man beäugte uns, als seien wir eine Horde der Vorzeit entsprungener Australopithecinen.

Wir andererseits setzten den gefühlten Herabwürdigungen kalkulatorische Bemühungen entgegen:
Wie viele Tore würden wir kassieren? pro Minute, versteht sich.
Und wie viele Minuten dauerte ein Spiel?
Zu behaupten, wir hätten uns als sprichwörtlicher David gesehen und die anderen als Goliaths (mehrere, wohlgemerkt), ist eine glatte Untertreibung.
Wir standen in Erwartung einer Füsilade.

Das erste Spiel begann und unser Plan war sonnenklar:
Der Behändigkeit des Gegners wollten wir mit ausgeprägt statischer Herangehensweise begegnen. Das war durchaus wörtlich gemeint und aus der Not geboren. Denn etwas anderes als „Herangehen“ war den meisten von uns sportlich und konditionell kaum möglich. Dem Spielwitz des Gegners setzten wir Körperfülle entgegen. Vor allem unser Torwart – gesegnet sei sein Appetit – ließ in seinem Kasten auf halber Höhe nur wenige Lücken frei. Die überlegene Ballkontrolle der Gegenspieler sollte neutralisiert werden, indem wir uns allesamt im Strafraum versammelten – im eigenen natürlich – und unverdrossen nach dem Ball traten, wenn er zufällig in unsere Nähe kam. Manche unserer Spieler unternahmen später sogar hingebungsvolle Laufversuche. Sie liefen dem Gegner nach Kräften hinterher, gelegentlich auch dem Ball, kamen aber irgendwie nur sehr langsam vom Fleck. Man fühlte sich daran erinnert, wie Alpine Gletscher sich bewegen.

Am Ende hatten wir mit 3:0 gewonnen. Wir hatten nämlich auch zwei oder drei Turbos in der Aufstellung, leichtfüßig, schmächtig und ohne Brille kaum zu erkennen, Tarnkappenbomber sozusagen.

Wir gewannen im Verlaufe des Turniers kein Spiel mehr, doch die gute Laune ließen wir uns nicht mehr verderben, nicht einmal durch ein spielentscheidendes Eigentor des Verfassers in der Schlußsekunde.

Die Zeche für diese Affäre, dieses Wildern in den Gärten andersartiger Sportarten, zahlten die meisten von uns in den darauf folgenden Tagen vermittels eines nachhaltigen Muskelkaters.

Es war wie im wirklichen Leben:
Kein Preis ohne Schweiß, keine Lust ohne Frust.
 

Unerwartetes Ende bei Aufstiegskrimi Oberrad gegen Blau-Gelb Ffm II.
 28.06.09Gabor Thies 

In der zweiten Aprilhälfte diesen Jahres traf sich die Reservemannschaft der Tischtennisabteilung Blau-Gelb Frankfurt mit dem Team Oberrad IV. zum für beide Seiten alles entscheidenden Schlagabtausch. Dem Sieger sollten Tür und Tor zur Bezirksklasse offen stehen. Der Verlierer musste sich mit der Goldenen Ananas und der Aussicht zufrieden geben, es in der neuen Spielzeit besser machen zu können.

Vor knapp 50 frenetisch applaudierenden Zuschauern erwischte der Gastgeber den besseren Start und führte nach Doppeln knapp mit 2:1. Lediglich die Kombination Müller und Gercek konnte den Oberrädern das Wasser reichen und siegte verdient mit 3:1. In den folgenden sechs Einzeln gelang es keiner der beiden Mannschaften, sich entscheidend abzusetzen. Slomian, Tilak und Wiese punkteten für Blau-Gelb, Reuther, Pusch und Kandel hießen die Sieger auf Oberräder Seite. Einen großen Krampf boten bei ihren Niederlagen auch Oldie Smaijic und Gercek. Beide lagen bereits mit 0:2 Sätzen hinten, ehe sie wieder ins Spiel zurück fanden. Gegen Ende der Partie zeigten sie jedoch Nerven und zogen den Kürzeren. Nach der ersten Runde stand es somit 5:4 für Oberrad.


"Kapitano" Thomas Müller zeigt's an: nach oben wollen wir
Entscheidende Bedeutung sollte den anschließenden Paarungen zukommen. In dem Match der beiden Topspieler musste sich der 19jährige Slomian trotz der lautstarken Unterstützung der mitgereisten Blau-Gelb-Anhänger knapp mit 2:3 gegen Reuther geschlagen geben. Zeitgleich gewann Smaijic am Nebentisch unspektakulär mit 3:0. Die Weichen auf Sieg stellten dann die beiden Oberräder Erfolge im Mittleren Paarkreuz. Konnte Tilak seinem Kontrahenten Pusch immerhin noch zwei Sätze abgewinnen, hatte Gercek im anschließenden Katz-und-Maus-Spiel nicht den Hauch einer Chance. Den traurigen Schlusspunkt des Abends setzte Mannschaftskapitän Müller in seinem letzten Spiel für die Zweite. Seine überraschend klare Niederlage gegen Paarmann bedeutete das 9:5 für Oberrad und das Ende aller Aufstiegsträume für Blau-Gelb Frankfurt.

(Bericht und Bild: Gabor Thies, Pressechef SV Blau-Gelb Frankfurt, Abteilung Tischtennis)



Stimmen zum Spiel:

Hartmut Docter (1. Vorsitzender): "Oberrad war heute einfach einen Tick besser. Daher Gratulation von meiner Seite. Unsere Mannschaft hat unter dem Strich eine tollte Saison gespielt, insbesondere die Jungen Nico Slomian und Georgi Tilak haben sich prächtig weiterentwickelt. Darauf können wir stolz sein. Es gibt also keinen Grund, Trübsal zu blasen. Ich kann allerdings jetzt schon versprechen, dass wir nächste Saison wieder angreifen werden."

Thomas Müller (Kapitän 2. Mannschaft): "Die Niederlage ist schon richtig bitter. Ich werde einige Zeit brauchen, um das zu verarbeiten. Wir sind zwar leicht favorisiert ins Spiel gegangen, konnten aber nie die Führung übernehmen. Vor allem was Kandel und Reuther hinten gespielt haben, war schon knorke. Normalerweise sind die beiden nicht so gut. Trotzdem geht der Sieg Oberrads voll in Ordnung."

Pedro Serrano Espana (Spieler 4. Mannschaft): "Das Glück war heute Abend auf Oberräder Seite. Von sieben Fünf-Satz-Spielen konnten wir nur eines gewinnen. Das reicht halt nicht aus, um eine so ausgeglichene Mannschaft wie Oberrad ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Ich hoffe, dass wir (die 4. Mannschaft; Anm. d. Red.) es nächste Woche besser machen, die Relegation gewinnen und uns somit für die Niederlage der Zweiten rächen können."



TSG Oberrad IV - SV Blau-Gelb Frankfurt II 9:5 (31:28)
D1-D2Reuther/KandelTilak/Wiese3:2 (6,-5,-9,3,2)
D2-D1Pusch/KandelSlomian/Smajic3:2 (-9-9,4,6,8)
D3-D3Görmer/PaarmannGercek/Müller1:3 (-6,-7,10,-10)
1-2ReutherSmajic3:2 (8,7,-7,-7,8)
2-1GiengerSlomian1:3 (-10,6,-2,-14)
3-4PuschGercek3:2 (4,8,-9,-8,9)
4-3GörmerTilak0:3 (-10,-6,-7)
5-6PaarmannWiese2:3 (6,-8,-8,5,-8)
6-5KandelMüller3:1 (6,-6,11,3)
1-1ReutherSlomian3:2 (3,-8,-3,5,5)
2-2GiengerSmajic0:3 (-5,-8,-12)
3-3PuschTilak3:2 (13,-6,8,-8,6)
4-4GörmerGercek3:0 (9,4,11)
5-5PaarmannMüller3:0 (3,10,7)
 

Freundschaftsspiele BG II gegen Oberrad 3+4
 23.06.09Martin Janda 

Hi Leute!

Unser Freundschaftsspiel endete 9:6 (wobei wir schon 9:4 vorne lagen aber wir wollten unserem hinteren Paarkreuz einen zweiten Einsatz geben :D).

Alle 6 Spieler trugen sich irgendwo in den Siegerlisten ein, insofern war es ein gelungener Auftakt. Besonders erwähnenswert war der Auftritt von Georgi, der sich für die Niederlage im Relegationsspiel gegen Oberrad eindrucksvoll revanchierte und als einziger beide Einzel und das Doppel holen konnte.

Martin
 

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 18.06.09Administrator 

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